Nasennebenhöhlenentzündung

Auch bekannt als: Sinusitis, Stirnhöhlenentzündung

Eine Nasennebenhöhlenentzündung folgt häufig auf einen Schnupfen und äußert sich durch Druckgefühl oder Schmerzen im Bereich von Stirn, Wangen oder hinter den Augen. In der homöopathischen Tradition wird besonders die Beschaffenheit des Schleims – ob zäh-fadenziehend, übelriechend oder eitrig – sowie die Reaktion auf Wärme und Kälte für die Mittelauswahl herangezogen. Bei Fieber, sehr starken Schmerzen oder Beschwerden die länger als zwei Wochen anhalten, ist ärztliche Diagnostik und gegebenenfalls eine antibiotische Behandlung notwendig.

Passende Mittel (5 Mittel)

Kalium bichromicum

(Kali-bi.)

Bei zähem, fadenziehend-stringigem Sekret mit Druckschmerz über den Höhlen

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Zäher, fadenziehender, gelblich-grüner Schleim in Nase und RachenDruck und Verstopfung der Nasennebenhöhlen mit Schmerz an einem begrenzten PunktKrusten in der Nase, die sich in Streifen ablösen
Sehr häufig

Hepar sulfuris

(Hep.)

Bei eitriger Sinusitis mit starker Empfindlichkeit gegen Kälte und Berührung

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Extreme Kälteempfindlichkeit, selbst ein einzelnes Körperteil darf nicht kalt werdenSplitter- oder Stechenartige Schmerzen in Hals und anderen EntzündungsherdenEitrige Absonderungen mit käsig-saurem Geruch
Häufig

Mercurius solubilis

(Merc.)

Bei übelriechendem, gelblich-grünem Sekret, vermehrtem Speichelfluss, nachts schlimmer

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Übelriechende Absonderungen aus Nase, Hals und MundVermehrter Speichelfluss, feuchter Mund trotz DurstMandel- und Halsentzündung mit schmutzigem Belag und üblem Geruch
Häufig

Bryonia

(Bry.)

Bei Schmerzen über den Stirnhöhlen die durch Bewegung und Bücken schlimmer werden

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Stechende, reißende Schmerzen – bei jeder kleinsten Bewegung deutlich schlimmerExtrem trockene Schleimhäute – Lippen, Mund, RachenGroßer Durst auf große Mengen kaltes Wasser, selten
Gelegentlich

Pulsatilla pratensis

(Puls.)

Bei milder, gelblicher Absonderung, wechselnden Beschwerden, an frischer Luft besser

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Wechselnde, wandernde Symptome ohne festes MusterMilde, gelb-grüne, nicht reizende Absonderungen aus Nase oder OhrenWeinerlich, anhänglich, verlangt nach Trost und Nähe
Gelegentlich
Hinweis zur Selbstmedikation: Die Auswahl des passenden Mittels sollte anhand der individuellen Symptome erfolgen. Bei Unsicherheit oder ausbleibender Besserung innerhalb von 24–48 Stunden wenden Sie sich an einen Arzt oder Heilpraktiker.