Sulphur
Sulphur · Sulph.
Sulphur gilt in der klassischen Homöopathie als eines der wichtigsten Polychreste und Konstitutionsmittel überhaupt. In der homöopathischen Tradition wird es eingesetzt bei brennenden Schmerzen mit Hitze und Rötung der Körperöffnungen sowie bei hartnäckigen Hauterkrankungen mit intensivem Juckreiz. Typisch für den Sulphur-Typus ist die Verschlechterung durch Wärme und Waschen sowie ein charakteristischer Hunger um 11 Uhr vormittags.
Leitsymptome
- Brennende Schmerzen überall – Haupt, Magen, Rektum, Füße
- Hitze und Rötung der Körperöffnungen – Mund, Augen, Rektum
- Übelriechende Absonderungen und Schweißgeruch
- Starkes Jucken der Haut, schlimmer durch Wärme und Kratzen
- Hungergefühl um 11 Uhr morgens, Abneigung gegen Baden
- Intellektuell, philosophisch veranlagt – zerstreuter Typ
Besser durch
- ↑ Trockene warme Luft
- ↑ Liegen auf der rechten Seite
- ↑ Bewegung im Freien
Schlechter durch
- ↓ Wärme allgemein
- ↓ Baden
- ↓ 11 Uhr morgens
- ↓ Stehen
- ↓ Alkohol
Dosierung
Akute Beschwerden
3 Globuli alle 30 Min., max. 6× täglich 3 Globuli alle 30–60 Min., max. 5× täglich 2 Globuli alle 60 Min., max. 4× täglich
Chronische Beschwerden
3 Globuli, 3× täglich 3 Globuli, 2–3× täglich 2 Globuli, 2× täglich
Globuli vor der Gabe in etwas Wasser auflösen.
Empfohlene Potenzen: D6D12C30C200
Einsatzgebiete
Häufige Fragen zu Sulphur
Wann nimmt man Sulphur?
In der homöopathischen Tradition wird Sulphur (Sulphur) eingesetzt bei: Brennende Schmerzen überall – Haupt, Magen, Rektum, Füße; Hitze und Rötung der Körperöffnungen – Mund, Augen, Rektum; Übelriechende Absonderungen und Schweißgeruch. Typische Einsatzgebiete: Ekzem, Juckreiz, Akne.
Welche Potenz bei Sulphur?
Gängige Potenzen für Sulphur: D6, D12, C30, C200. Für Einsteiger und Kinder ist D6 geeignet, D12 bei akuten Beschwerden, C30 bei klarem Symptombild.
Wie dosiert man Sulphur?
Akut: 3 Globuli alle 2 Std, max 6x täglich. Chronisch: 3 Globuli 1x täglich (nicht zu häufig – starke Wirkung). Bei Kindern unter 6 Jahren Globuli in etwas Wasser auflösen.
Quelle: Boericke Materia Medica